
Kerniges Asthma
Nussverzehr der Schwangeren erhöhte Asthma-Risiko der Kinder
UTRECHT – Täglicher Verzehr von Nüssen und Nussprodukten während der Schwangerschaft kann Asthma bei den Sprösslingen fördern. Das ergab eine niederländische Studie.
Nüsse kommen in vielen Varianten vor: Als Haselnüsse, Erdnüsse, Paranüsse und auch in vielen anderen Produkten wie beispielsweise der Erdnussbutter. Ob eine besondere Vorliebe für diese leckeren Nahrungsmittel während der Schwangerschaft auch auf die Kinder auswirkt – das untersuchten Saskia M. Willers von der Universität von Utrecht und ihre Kollegen. Der tägliche Verzehr der knackigen Naturprodukte während der Schwangerschaft erhöhte bei den Kindern das Risiko erhöhte, an Astma zu erkranken, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2008; 178: 123-131). Die Forscher ermittelten bei über 2800 Kindern und ihren Müttern per Fragebogen, wie häufig sie jeweils Gemüse, frische Früchte, Fisch, Eier, Milch und eben auch Nüsse sowie Nussprodukte aßen. Bei den Kindern erfragten die Wissenschaftler zusätzlich auch Beschwerden wie Asthma und allergische Symptome. Dabei bewiesen die Niederländer einen langen Atem – die Studie erstrechte sich insgesamt über einen Zeitraum von acht Jahren. Einen Zusammenhang zwischen den Essgewohnheiten der Mutter und späterem kindlichen Asthma konnten Willers und ihre Kollegen dabei nur bei einer Gruppe von Nahrungsmitteln feststellen – bei den Nüssen und Nussprodukten. Hier lag die Asthma-Rate der Kinder von nussbegeisterten Müttern um etwa die Hälfte über der Sprösslingen, deren Mütter während der Schwangerschaft fast keine Nüsse gegessen hatten. Die Wissenschaftler hatten in ihren Fragebögen nicht nach einzelnen Nusssorten, sondern nur Pauschal nach dem Verzehr von Nüssen und Nussprodukten gefragt, gehen aber davon aus, dass in den meisten Fällen Erdnuss-Butter verzehrt wurde. „Wir waren überrascht über diesen Zusammenhang von täglichem bzw. sehr geringem Verzehr von Nussprodukten während der Schwangerschaft und den Asthma-Symptomen bei Kindern, weil dies bei vorherigen vergleichbaren Studien nicht ermittelt wurde“, so Willers. Eine Ernährungs-Empfehlung für Schwangere wollen die Autoren aus ihren Ergebnissen jedoch nicht ableiten – zunächst sollten andere Studien diese Daten bestätigen, schreiben sie.
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